Der neue Immobilienbrief Stuttgart ist da

Immobilienbrief Stuttgart - 23.02.2021

Leidenschaft für den Immobilienstandort Metropolregion Stuttgart – dies vermittelt der Immobilienbrief Stuttgart seit 2008. Unabhängig und konstruktiv-kritisch beleuchtet das Online-Medium alle zwei Wochen das Immobiliengeschehen zwischen Tübingen und Heilbronn, Pforzheim und Aalen. Der Schwerpunkt liegt auf der Landeshauptstadt.

Investigativ und meinungsstark

Der Immobilienbrief Stuttgart arbeitet investigativ und ist meinungsstark. Wichtige Immobilienthemen meldet er oft als erster. Er nennt Ross und Reiter, Hintergründe und Kaufpreise. Märkte und Projekte, aktuelle Studien, Forschungsergebnisse und politisches Handeln sind wesentliche Themen. Dabei scheut sich die Redaktion nicht, auch Unangenehmes zu schreiben und Politikern auf die Füße zu treten.

Stuttgarter Gutachterausschuss: Corona 2020 ohne Einfluss

Wohnungspreise steigen weiter und erreichen einen neuen Spitzenwert

Auch auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt machten sich 2020 die Folgen der Pandemie
bemerkbar. Jedoch kam es zu keinem Einbruch, im Gegenteil: Die Preise setzten den Anstieg
weiter fort, berichtet der Stuttgarter Gutachterausschuss. Vor allem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen verteuerten sich, wohingegen die Preisentwicklung für Wohnbauplätze
eher abflachte.

„Dank eines starken Schlussquartals fallen die Umsatzeinbußen insgesamt auch weniger gravierend aus, als es der Rückgang durch den Lockdown im zweiten Quartal noch nahegelegt hatte“, betont Günter Siebers, der Vorsitzende des Gutachterausschusses. Die Anzahl der Kaufverträge betrug 5069 und
verharrte damit auf dem niedrigen Niveau der vergangenen Jahre. Der Geldumsatz sank dagegen im zweiten Jahr in Folge.

Wurde 2018 noch ein neuer Rekordwert von fast 4,19 Milliarden Euro erreicht, waren es im vergangenen
Jahr nur mehr 3,5 Milliarden Euro. Ein Rückgang dieser Größenordnung ließ sich laut Siebers bereits 2019
beobachten. Dennoch rangiert 2020 etwa 8 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt.

Starker Rückgang bei Gewerbeimmobilien

„Ursache für den Umsatzrückgang ist ein geringeres Investitionsvolumen in gewerbliche Immobilien“, sagt Siebers. So seien 2019 noch 42 Büro- und Geschäftsgebäude für 1,25 Milliarden Euro verkauft worden, 2020 nur noch 22 Objekte für insgesamt 510 Millionen Euro. Im zwei- und dreistelligen Millionenbereich
wechselten, wie schon im Vorjahr, deutlich weniger Gewerbeobjekte den Besitz. Und erstmals seit 2017
gab es laut Gutachterausschuss keine Einzeltransaktion über 150 Millionen Euro. „Diese Einbußen konnten selbst die leichten Zuwächse beim Umsatz von Wohnimmobilien nicht wettmachen“,
sagt Siebers.


Viele Wohnungsverkäufe im November und Dezember

Der Bereich Wohnungs- und Teileigentum verzeichnete beim Geldumsatz erneut ein Plus von fast 6 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, verteilt auf 3348 Kaufverträge. Von einem durchschnittlichen
Niveau im ersten Quartal stürzten die Verkaufszahlen während des Lockdowns im April und Mai abrupt ab.
Ebenso schnell erholten sie sich im Juni jedoch und durch die ungewöhnlich hohen Werte im November und Dezember begrenzte sich der Rückgang gegenüber 2019 auf ein Minus von etwa 4 Prozent.

Bestandswohnungen um 10 Prozent teurer

„Der gestiegene Geldumsatz bei gleichzeitig rückläufigen Vertragszahlen weist auf einen Preiszuwachs in diesem Bereich hin“, konstatiert Siebers. So stieg der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen
aus dem Bestand von 3935 Euro 2019 auf 4330 Euro im Vorjahr, ein Plus von 10 Prozent.

1746 Eigentumswohnungen aus dem Bestand wurden 2020 veräußert, am meisten mit 726 im Bereich Mitte (Innenstadtbezirke, Botnang, Kaltental). Hier war auch der Durchschnittspreis mit 4810 Euro am höchsten, der geringste Durchschnittspreis wurde mit 3760 Euro im Bereich Nord (Feuerbach, Stammheim, Weilimdorf, Zuffenhausen, Zazenhausen) erzielt. Die günstigste Wohnung kostete 1062 Euro.

Themen dieser Ausgabe

  • Milieuschutzsatzungen
  • KI im
    Synergiepark Stuttgart
  • Neues TGA-Modul
  • 3.300 neue Wohnungen
  • Weißer Solitär
  • Immobilienpreise steigen weiter


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